13.02.08
Der sog. "fliegende Gerichtsstand" (§ 32 ZPO) berechtigt den
Antragsteller, seinen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bei jedem
Gericht zu stellen, in dessen Bezirk die unerlaubte Handlung begangen worden ist. Rechtsmissbräuchlich
ist jedoch, wenn in der Mehrzahl der Fälle der Prozess bei Gerichten anhängig gemacht
wird, die in erheblicher Entfernung zum Geschäfts-/Wohnsitz des Verletzers liegen, ohne
dass hierfür schutzwürdige Interessen erkennbar sind.
Kammergericht, Beschluss vom 25. Januar 2008 - 5 W 371/07
08.02.08
Die Schaltung von Werbung mittels eines Werbebanners auf einer Website,
auf der nahezu ausschließlich jugendgefährdende Medien sowie Raubkopien
zum Download angeboten werden, kann eine wettbewerbsrechtliche Störerhaftung nach §§ 3,
4 Nr. 11 UWG i.V.m. §§ 15 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2, 24 Abs. 3, 27 Abs. 1 Nr. 1 JuSchG und §
1004 BGB begründen.
LG Frankfurt aM, Urteil vom 2.1.2008; Az.: 3-08 O 143/07
08.02.08
Die umfassende und ausschließliche Einräumung von Nutzungsrechten (§ 31 UrhG)
beinhaltet nicht die Befugnis, sich das Urheberpersönlichkeitsrecht
anzumaßen und die Hinweise auf die Urheberschaft wegzulassen, so insbesondere den
Copyrightvermerk zu ändern oder das Werk ohne diesen zu vertreiben. Grundsätzlich hat
der Urheber gemäß §
13 UrhG das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk, ergänzt durch die
Entstellungs- und Änderungsverbote der §§ 14, 39 UrhG und die
Pflicht zur Quellenangabe gemäß § 63 UrhG.
OLG Hamm, Urteil vom 7. August 2007 - 4 U 14/07
31.01.08
Das gerichtliche Verbot, eine tabellarische Auflistung von Gegnern zu
Werbezwecken auf einer anwaltlichen Website zu veröffentlichen (BGH,
Beschl. v. 23.05.06, Az. VI ZR 235/05), ist verfassungswidrig, weil es den Rechtsanwalt in
seinem Recht auf freie Berufsausübung (Art. 12 GG) verletzt.
BVerfG, Beschl. v. 12.12.07, Az. 1 BvR 1625/06
Filesharing: Der EuGH scheint der Ansicht der Genaralanwaltschaft gefolgt
zu sein und Auskünfteansprüche der Musikindustrie gegen Internetprovider aus
grundsätzlichen europa- und datenschutzrechtlichen Gründen abgelehnt zu haben.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,531790,00.html
08.01.08
Der Inhaber eines Internetanschlusses ist nicht ohne weiteres
verpflichtet ist, nahe Familienangehörige bei der Nutzung des Anschlusses zu überwachen.
Eine solche Pflicht besteht nur dann, wenn der Anschlussinhaber konkrete Anhaltspunkte
dafür hat, dass der Anschluss zu Rechtsverletzungen missbraucht werden könnte.
OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 20.12.2007, Aktenzeichen 11 W 58/07
07.01.08
Der Verkauf von 10 neuen oder jedenfalls neuwertigen, mit einer Marke gekennzeichneten
Bekleidungsstücken (hier: im Rahmen von eBay) lässt sich nach der
Lebenserfahrung nicht mit einem privaten Gelegenheitsverkauf erklären. Vielmehr
begründet dies eine tatsächliche Vermutung dafür, dass die Verkaufstätigkeit den
privaten Bereich verlassen hat und als geschäftlich i.S.v. § 14 Abs. 2 MarkenG zu
qualifizieren ist. Eine solche tatsachliche Vermutung kann jedoch widerlegt werden, wenn
der Verkäufer Tatsachen vorträgt und erforderlichenfalls beweist, die geeignet sind, den
genannten Erfahrungssatz zu erschüttern.
LG Frankfurt a.M., Beschluss vom 08.10.2007 - Az. 2/03 O 192/07
18.12.07
Ist der Schuldner aufgrund eines bestimmten Verhaltens zur Unterlassung verurteilt worden
und besteht zwischen ihm und dem Gläubiger Streit darüber, ob ein beabsichtigtes abgewandeltes
Verhalten von dem titulierten Unterlassungsgebot erfasst wird, kann der Schuldner
diese Frage durch eine negative Feststellungsklage klären lassen. Das
Feststellungsinteresse für eine solche Klage entfällt nicht dadurch, dass der Gläubiger
wegen eines entsprechenden Verhaltens des Schuldners einen Ordnungsmittelantrag stellt.
BGH,
Urteil vom 8.11.2007, I ZR 172/05
18.12.07
Ein unaufgeforderter Anruf bei einem Gewerbetreibenden zu Werbezwecken
kann als eine wettbewerbswidrige unzumutbare Belästigung zu beurteilen sein, wenn der
Anrufer zuvor nicht annehmen durfte, der Anzurufende werde mit dem Anruf, so wie er
geplant war, einverstanden sein. Der kostenlose Eintrag eines Gewerbetreibenden im
Verzeichnis einer Internetsuchmaschine, die nur eine unter einer Vielzahl gleichartiger
Suchmaschinen ist, rechtfertigt grundsätzlich nicht die Annahme, der Gewerbetreibende
werde mit einem Anruf zur Überprüfung des über ihn eingespeicherten Datenbestandes
einverstanden sein, wenn der telefonische Weg gewählt wurde, um zugleich das Angebot
einer entgeltlichen Leistung (hier: der Umwandlung des kostenlosen Eintrags in einen
erweiterten und entgeltlichen Eintrag) zu unterbreiten.
BGH, Urteil
vom 20.9.2007, I ZR 88/05
16.12.07
Soweit ein Geschäft mit einem Verbraucher vorliegt, stellt die Verwendung des Hinweises
"Versicherter Versand" eine unzulässige irreführende Werbung
dar. Hintergrund für das Verbot ist, dass der Unternehmer gem. § 474 Absatz 2 BGB im
Verbrauchsgüterkauf ohnehin das Transportrisiko zu tragen hat und die Werbung
"Versicherter Versand" als Selbstverständlichkeit den Verbraucher in die Irre
führt.
LG Hamburg, Beschl. v. 6.11.2007, Az. 315 O 888/07
HINWEIS: Mit Urteil v. 18.01.07 (Az. 315 O 457/06) hat dieselbe Kammer des LG Hamburg
genau das Gegenteil entschieden!
11.12.07
Es ist zulässig, sog. Abstracts (verkürzte Inhaltswiedergaben) von
veröffentlichten Buchkritiken anzufertigen und zu veröffentlichen. Ebenso ist die
Wiedergabe von Zitaten (§ 51 UrhG) aus solchen Beiträgen zulässig, wenn der eigene Beitrag
sich nicht nur in der Wiedergabe von solchen Zitaten erschöpft, sondern einen
eigenständigen Werkcharakter hat, also im Zweifel die Zitate nur als Beleg für eigene
Ausführungen benutzt werden.
OLG Frankfurt, Urt. v. 11.12.07, Az. 11 U 75/06 und 11 U 76/06 - nicht
rechtskräftig!
02.11.07
Die Rechtsprechung, wonach das in Anlage 2 zu § 14 BGB-InfoV enthaltene Muster
einer Widerrufsbelehrung falsch ist, ist durch einen Beschluss des LG Köln v.
20.03.07, Az. 31 O 13/07, weiter verfestigt worden. Das LG Köln hat, wie schon zuvor
das KG
Berlin und das OLG Hamm entschieden, dass die Widerrufsfrist erst dann zu laufen
beginnt, wenn die Widerrufsbelehrung in Textform und auch die Ware beim Kunden eingeganen
sind. Die Anlage 2 sei insoweit irrelevant, weil als Maßstab allein § 312d Abs. 2 BGB zu
berücksichtigen sei.
Anmerkung: Es ist allerdings aus den beachtenswerten Gründen, die Stadler in seinem Beitrag
"Widerrufsfrist bei eBay-Auktionen" unter 2. aufführt, sehr zweifelhaft, ob
"Textform" iSd § 126b BGB erst eine E-Mail und nicht auch schon die Wiedergabe
der Widerrufsbelehrung auf Webseiten darstellt.
25.10.07
Nach einer Mitteilung der Stiftung Warentest hat eine juristische Überprüfung der AGB
(Allg. Geschäftsbedingungen) von Mobilfunkanbietern ergeben, dass alle Anbieter
unzulässige Klauseln verwenden. Das reicht von unklaren Formulierungen bis hin zu dem
Versuch, Kunden stark zu benachteiligen.
Hinweis: Welches die Top 10 der
AGB-Fehler nach den Erfahrungen der Kanzlei sind, können Sie im OJR nachlesen.
21.10.07
Wem die Benutzung einer Domain verboten wird, sei es durch ein Gericht
oder aufgrund einer Unterlassugnserklärung, muss sämtliche Inhalte darunter löschen.
Allerdings darf er die Domain weiter registriert halten und auch eine sog.
Platzhalterseite "Hier entsteht eine neue Internetpräsenz" schalten.
OLG
Hamburg, Beschl. v. 28.08.07, Az. 3 W 151/07
18.10.07
Bei unerlaubten Handlungen im Internet ist der Gerichtsstand nicht
frei wählbar. Die Anwendung des § 32 ZPO (sog. fliegender Gerichtsstand) scheidet wegen
Verstoßes gegen das Willkürverbot und das Gebot des gesetzlichen Richters (Art. 101 GG)
aus.
AG Krefeld, Urt. v.
18.10.07, Az. 4 C 305/06)
Anmerkungen:
1) Ähnlich hat das OLG Hamburg entschieden, im Widerspruch zur sonstigen Rechtsprechung.
2) Beide Entscheidungen bedürfen einer Kommentierung, die für die Veröffentlichung im OJR geplant ist.
09.10.07
1) Im Fernabsatz (Katalog, Internet usw.) muss der Hinweis, dass die angegebenen Preise
die Mehrwertsteuer enthalten, für die Kunden (Verbraucher) eindeutig
zuzuordnen, leicht erkennbar und deutlich lesbar sein. Der Hinweis muss allerdings nicht
unmittelbar neben dem angegebenen Preis stehen (anders noch OLG Hamburg).
2) Ein Fernabsatzhändler ist nicht verpflichtet, seine (potentiellen) Kunden
(Verbraucher) über die gesetzlichen Gewährleistungspflichten
zu informieren. Die Regelung des § 312c BGB in Verbindung mit § 1 Abs. 4 Nr. 3b
BGB-InfoV erfasst nur vertragliche Gewährleistungsbedingungen.
BGH, Urt. v. 04.10.07, Az. I ZR 22/05 (Urt. liegt noch nicht vor
Pressemitteilung)
12.09.07
Berlin/Köln (dpa/tmn)
Bewerbungsfotos aus dem Fotostudio dürfen nur dann ins Internet gestellt
werden, wenn der Fotograf dies ausdrücklich gestattet. Anderenfalls werde sein
Urheberrecht verletzt, erläutert Jürgen Weinknecht von der Arbeitsgemeinschaft
Informationstechnologie im Deutschen Anwaltsverein in Berlin. Am Dienstag (11.09.07) war
ein Urteil des Landgerichts Köln bekannt geworden: In dem Fall (Az: 28 O 468/06) hatte
die Betreiberin eines Fotostudios gegen einen Kunden auf Unterlassung geklagt. Der
Beklagte muss nun die in dem Studio gefertigten Bewerbungsbilder von seiner Website
nehmen. mehr...
05.09.07
Da es im Streit um .eu-Domains kein Dispute-Verfahren gibt, wie z. B. bei
.de- oder .info-Domains, steht dem Anspruchsteller zumindest ein Anspruch auf ein
Verfügungsverbot gegen den Inhaber zu. Allerdings muss der Anspruchsteller glaubhaft
machen, dass er einen Anspruch und der derzeitige Inhaber keine Ansprüche hat.
Kammergericht (Berlin), Beschl. v. 10.08.07, Az. 5 W 230/07
Anmerkungen:
1) Die Einleitung eines Dispute-Verfahrens bewirkt bei .de-Domains z. B., dass diese nicht
mehr übertragen werden können (s. http://www.denic.de/de/domains/recht/dispute-eintraege/index.htmll).
Zugleich wird der Anspruchsteller in eine Liste bei der Denic eingetragen und rückt in
die Inhaberposition der Domain vor, wenn der vormalige Inhaber die Domain freigibt (sog.
CLOSE). Allerdings kann es passieren, dass man als Anspruchsteller nicht der Erste in
dieser Liste ist.
2) Es ist nicht möglich, im einstweiligen Verfügungsverfahren eine endgültige
Entscheidung über die Inhaberschaft zu erreichen, so dass Anträge wie z. B. auf Freigabe
oder Übertragung der Domain zum scheitern verurteilt sind. Ein Anspruch auf
"Übertragung" einer Domain besteht allerdings auch im Hauptsacheverfahren
nicht, sondern nur einer auf Löschung oder Freigabe (vgl. BGH, NJW 2002, 2031
'shell.de').
31.08.07
Die bloße Registrierung einer Domain durch eine juristische Person des
Handelsrechts, die stets im geschäftlichen Verkehr handelt, stellt nur dann einen
Verstoß gegen §§ 5, 15 MarkenG dar, wenn es konkrete Anhaltspunkte für das
Entstehen einer Verwechslungsgefahr oder einer Ausnutzung oder Beeinträchtigung der
Unterscheidungskraft oder Wertschätzung des anderen Kennzeichens gibt. Könnte die Domain
aber auch für insoweit irrelevante Angebote genutzt werden, besteht ein Anspruch (noch)
nicht.
BGH, Urt. v.
19.07.07, Az. I ZR 137/04
24.08.07
Die Benotung von Lehrern auf der Internetseite spickmich.de ist
rechtlich nicht zu beanstanden. Eine Benotung ist keine Tatsachenbehauptung, sondern ein
Werturteil und damit zulässig, sofern die Grenze zur Schmähkritik nicht überschritten
wird.
LG Köln - 28 O 333/07
Anmerkung: Bereits Mitte Juli hatte das LG Köln eine vergleichbare Entscheidung
getroffen, Urt. v. 11.07.07 - 28 O 263/07. Diese Rechtsprechung darf allerdings
nicht überbewertet werden, da beide Entscheidungen von derselben Kammer des Kölner
Landgerichts getroffen wurden und daher kein Bild der allgemeinen Meinung abgeben.
03.08.07
Eine Abmahnung kann nicht allein auf fehlende
Pflichtangaben in geschäftlichen Schreiben, wozu auch eMails gehören, gestützt werden,
weil darin schon keine unlautere Wettbewerbshandlung iSd § 3 UWG liegt. Auf die Frage, ob
ein solches Unterlassen die Bagatellgrenze überschreitet, kommt es daher nicht mehr an.
OLG Brandenburg, Urteil vom 10. Juli 2007 - 6 U 12/07
Anmerkung: Eine vernünftige Entscheidung zur Eindämmung des unmöglichen Abmahnwesens in
Deutschland.
30.07.07
1) Webseiten, die lediglich auf einer HTML-Datei basieren, sind
regelmäßig keine Computerprogramme. Denn der HTML-Code allein enthält keine
ablauffähige Folge von Einzelanweisungen, die dazu dient, den Computer zur Ausführung
einer bestimmten Funktion zu veranlassen.
2) Die Auswahl, Einteilung und Anordnung von Suchbegriffen aus der
Alltagssprache auf den Webseiten und im Quelltext [zum Zwecke der Optimierung für
Suchmaschinen] bilden eine individuelle, schöpferische Eigenheit des vom Kläger
gestalteten Internetauftritts. Darin liegt eine persönliche geistige Schöpfung im Sinne
des § 2 Abs. 2 UrhG.
OLG Rostock, Beschl. v. 27.06.07 (Az. 2 W 12/07)
27.07.07
1) Die rechtswidrige Verwendung von Lichtbildern (§§ 72, 19a UrhG) im
Internet rechtfertigt auch dann einen Streitwert iHv 6.000,00 Euro, wenn es sich um eine
einmalige Privatauktion handelt (im Anschluss an OLG Hamburg, Urt. v. 10.03.04, Az. 5 W
3/04, GRUR-RR 2004, 342: Streitwert für die unzulässige Nutzung von Kartenausschnitten
von Stadtplänen im Web = 9.000,00 Euro) [Hinweis: Ab einem Streitwert über 5.000,00 Euro
sind die Landgerichte zuständig, § 23 GVG].
2) Die ordnungsgemäße Zustellung einer einstweiligen Verfügung setzt
lediglich voraus, dass eine einfache Ausfertigung zugestellt wird und dass die Anlagen
beigefügt sind, auf die im Tenor Bezug genommen wird oder die ausdrücklich zum Bestandteil
des Beschlusses gemacht worden sind. Die bloße Benennung von Anlagen als Mittel
der Glaubhaftmachung erfordert nicht deren Zustellung.
LG Köln, Urteil v. 07.03.07 (Az. 28 O 551/06)
12.07.07
1) Das Haftungsprivileg des § 10 TMG (vormals: § 11 TDG) gilt nicht
für (vorbeugende) Unterlassungsansprüche, sondern nur für straf- und
schadensersatzrechtliche (Bestätigung der bisherigen Rechtsprechung).
2) eBay haftet wettbewerbsrechtlich für Angebote seiner Kunden, weil die
Firma die ernsthafte und naheliegende Gefahr geschaffen habe, dass Kunden
jugendgefährdende Schriften darüber verbreiteten.
3) eBay muss Vorsorge dafür treffen, dass es zu keinen anderen,
gleichartigen Rechtsverletzungen kommt. Hinsichtlich der konkreten Vorsorgeanforderungen
hat der BGH die Sache an das OLG Brandenburg zurückverwiesen.
(BGH, Urteil vom 12.07.2007, Az.: I ZR 18/04)
04.07.07
Für den Schutz einer Sammlung (hier: einer Gedichttitelliste) als Datenbankwerk
(§ 4 UrhG) reicht es aus, dass die Sammlung in ihrer Struktur einen individuellen
Charakter hat. Ein bescheidenes Maß an geistiger Leistung reicht aus. Wer eine solche
Datenbank rein mechanisch/technisch erstellt, ist nicht Miturheber. (BGH, Urteil vom
24.5.2007, Az: I ZR 130/04)
04.07.07
Der EuGH hat auf Vorlage des BGH die Frage zu klären, ob die Übernahme von Daten
aus einer geschützten Datenbank die Rechte des Datenbankherstellers gem. § 87b UrhG nur
dann verletzt, wenn ein physischer Kopiervorgang stattfindet oder auch schon dann, wenn
das Abfragen der Datenbank und die Übernahme nach Einzelabwägung geschieht. (BGH, Beschluss
vom 24.5.2007, Az: I ZR 130/04)
03.07.07
Wer ein kritisches Weblog unter dem Namen eines Unternehmens und dem
alleinigen Zusatz "...blog.de" (konkret: mlpblog.de) einrichtet, verletzt damit
die Namensrechte des Unternehmens aus § 12 BGB, weil der Zusatz "blog" rein
beschreibend ist und die Domain daher den Anschein erweckt, einen Blog des betroffenen
Unternehmens dar zu bieten (Beschl. des OLG Hamburg v. 31.05.07, 3 W 110/07).
26.06.07
Haftung von eBay bei Markenverletzungen (Internet-Versteigerung II) (BGH, Urteil vom
19.4.2007, I ZR 35/04)
15.06.07
Unterlassungsanspruch gegen Forum-Betreiber, dem die Identität des
Autors eines ehrverletzenden Beitrags bekannt ist (BGH, Urteil vom
27.3.2007, VI ZR 101/06)
05.06.07
Bestreitet ein Abgemahnter den Zugang der Abmahnung im Prozess (§ 93
ZPO), so hilft dem Kläger der Vortrag, er habe die Abmahnung per Fax, Post und eMail
versandt (BGH,
Beschl. v. 21.12.06)
23.05.07
Schadensersatzanspruch des Abmahnenden, wenn es sich beim
Wettbewerbsverstoß um eine Dauerhandlung handelt (BGH, Urteil vom
23.11.2006, I ZR 276/03)
26.04.07
Der EuGH hat auf Vorlage des BGH die Frage zu klären, ob für das Webimpressum
die Pflicht zur Angabe der Telefonnummer besteht (Beschl. v. 26.4.2007, Az. I ZR 190/04; OLG Köln: Ja - OLG Hamm: Nein)
08.02.07
Ein Domainname kann auch auf den Namen eines Vertreters registriert
werden (BGH, Urteil vom 8. Februar 2007 I ZR 59/04)
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